Meine selbst geschriebenen Gedichte
2.11.08 14:58


An Bord (Klimawandel)

 

 

Wir sitzen alle im selben Boot,

so prächtig und eindrucksvoll.

Unsinkbar denkt ihr?

 

 

Wir sitzen alle im selben Boot,

gefertigt aus dem härtesten Material.

Unsinkbar denkt ihr?

 

 

Wir sitzen alle im selben Boot,

missachten jegliche Warnungen,

Unsinkbar denkt ihr?

 

 

Wir sitzen alle im selben Boot,

Unsere Rettungsboote reichen nicht aus.

Unsinkbar denkt ihr?

 

 

Wir sitzen alle im selben Boot,

welches auf einen Eisberg zusteuert.

Unsinkbar denkt ihr?

 

 

Noch

Können wir das Ruder herumreißen.

Noch

Können wir den Eisberg umfahren.

Noch!

 

 

Aber wozu?

Das Boot ist ja unsinkbar.

                                               Unsinkbar wie die Titanic.
2.11.08 14:54


Die Welt schweigt

 

 

 

Eine geschlagene Frau,

strebend nach dem Tode.

Dennoch schweige ich

 

 

Ein Heimatloser,

suchend nach Schutz.

Dennoch schweigst du

 

 

Ein hungernder Knabe,

hungernd nach Liebe.

Dennoch schweigt er

 

 

Ein verdurstendes Mädchen,

dürstet nach Liebe.

Dennoch schweigt sie

 

 

Ein gequältes Wesen,

auf der Suche nach sich selbst.

Dennoch schweigt es

 

 

Wir sehen dieses Leid,

könnten es verhindern.

Dennoch schweigen wir

 

 

Ihr erkennt das Unrecht.

Erkennt Richtig und Falsch.

Dennoch schweigt ihr

 

 

Verzweifelte Menschen,

besteigen die Leiter zum Himmel.

Dennoch schweigen sie

 

 

Denn die Welt schweigt nun mal.

 

 

2.11.08 14:52


                            Der Abgrund

 Der Abgrund tief, ganz ohne Licht. des hellen Lichtes dunkles Grad, des Todes lächelndes Gesicht, schaut lachend in den Schlund hinab

Ein Mädchen steht am Rand der Schlucht, ergreift des Todes kalte Hand, das Wesen, dass nach Seelen sucht, verschleppt das Mädchen in sein Land

2.11.08 14:45


Auf meiner Heide stand ich da,

mein Haupt der Sonne zugewandt,

zufrieden, still, gar unnahbar,

denn Böses hab ich nie gekannt.

 

 

Als plötzlich ein Geräusch erklang,

naiv blieb ich, „das Blümlein“ stehn,

ein Fuß der mich zu Boden zwang,

ließ mich das Böse schließlich sehn

2.11.08 14:34


Unser Spiel

Wir ziehen die Karten,
Die Regeln sind klar,
Das Spiel so gefährlich,
Die Pleite so nah

...ich gehe mit...

Verrat mir nur eins,
Kennst du das Spiel?
Reizt es dich nur,
Oder hast du ein Ziel?

...ich gehe mit...

Du antwortest nicht,
Zeigst niemals dein Blatt,
Du zögerst nie lang,
Denn DEIN Spiel läuft glatt

...ich gehe mit...

Ich ergründ’ deine Augen,
Durchforsch’ deinen Blick,
Blinzelst du nun,
Durchschau’ ich den Trick

...ich gehe mit...

Dein Ass gut verborgen,
Verrätst du dich nicht,
Du trägst wie so oft,
Dein bestes Gesicht

...ich möchte sehen...

Nun zeigst du dein Blatt,
Bist als Spieler geboren,
Der Einsatz ‚mein Herz’
Mein Blatt hat verloren
2.11.08 14:30


Wie...

 

 

 

Wie ein Baum stehst du da,

 

Sich wiegend im Winde,

 

Dein Ich so verborgen,

 

Wie das Holz von der Rinde

 

 

 

Wie ein Baum stehst du da,

 

Solch kostbarer Fund,

 

So standhaft und stark,

 

Wie die Wurzeln im Grund

 

 

 

Wie ein Baum stehst du da,

 

Bei Regen und Wind,

 

Du bietest mir Schutz,

 

Wie die Mutter dem Kind

 

 

 

Wie ein Baum stehst du da,

 

Verlangst keinen Lohn,

 

Du beschützt mich so selbstlos,

 

Wie der Vater den Sohn

 

 

 

Wie ein Baum stehst du da,

 

neigst dich im Sturm,

 

Schenkst mir das Leben,

 

Wie die Rinde dem Wurm

 

 

 

Der Wald voller Bäume,

 

Doch DU bist mein Baum,

 

Ein Tag ohne dich,

 

Ist wie die Nacht ohne Traum

 

2.11.08 14:40